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Reisefieber Spezial Japan, Tokio, Rathaus und Shibuya

Verantwortlicher Autor: Ekkehard Boldt Tokio, 03.03.2021, 12:04 Uhr
Presse-Ressort von: medien-Boldt Bericht 5421x gelesen
Tokio city, Teilansicht von Hafenseite  Bild:Ekkehard Boldt
Tokio city, Teilansicht von Hafenseite Bild:Ekkehard Boldt  Bild: Ekkehard Boldt

Tokio [ENA] Es bedeutet schon eine Herkulesaufgabe zu meistern, so innerhalb eines Zeitfensters sich in dieser Metropole einen Überblick zu schaffen und Besonderheiten neben den Highlights zu finden und aufzusuchen. Am besten geschieht das von oben. Das Rathaus bietet dazu den perfekten Einstieg.

Es befindet sich im Verwaltungsbezirk Shinjuku der Hauptstadt. Das Gebäude des Rathauses selbst ist mit 243 Metern das höchste unter den umliegenden Wolkenkratzern und wurde vom Architekten Kenzo Tange entworfen. Der 1988 begonnene Bau des Riesen dauerte nur rund drei Jahre, kostete umgerechnet aber über eine Milliarde Euro. Der Vorteil dieses Standortes besteht darin, dass es neben vielen himmelshohen Gebäuden liegt und die „Nachbarschaft“ zum Greifen nahe erscheint. Im 45. Stockwerk des Nordturms befindet sich eine Aussichtsplattform, der einen Blick über das umliegende Tokio bietet.

Das schließt nicht aus den 634 Meter hohen „Tokyo Sky Tree“ bei klarem Wetter zu besuchen, da oftmals der Dunst in großer Höhe den Fotomotiven im Wege steht. Der Rathauskomplex besteht aus drei Teilen, den Tokyo Mainbuildings Nr. 1, 2 und 3. Das Hauptgebäude gabelt sich über dem 33. Stock in zwei Türme. Die Gabelung und die Form der beiden Türme erinnert an die architektonische Gestaltung einer modernen gotischen Kathedrale und hebt sich so von der eher praktischen als außergewöhnlichen Bauweise der Wolkenkratzer im Umland ab.

Darüber hinaus gibt es hier touristische Einrichtungen für Informationen über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Stadt, sowie ein Café. Da Tokio keine eigenständige kommunale Einheit darstellt, ist die Bezeichnung Tokyo City Hall oder „Rathaus von Tokio“ eigentlich nicht richtig und so lautet auch die offizielle englische Selbstbezeichnung „Tokyo Metropolitan Government Building“.

Rundumschau, Wolkenkratzerbeschreibung per Scan QR Quelle: Ekkehard Boldt
Rundumschau, Wolkenkratzerbeschreibung per Scan QR Quelle: Ekkehard Boldt
Rundumschau, Wolkenkratzerbeschreibung per Scan QR Quelle: Ekkehard Boldt
Rundumschau, Wolkenkratzerbeschreibung per Scan QR Quelle: Ekkehard Boldt
Wolkenkratzerbeschreibung per Scan QR Quelle: Ekkehard Boldt
Rathausanlage Quelle: Ekkehard Boldt

Hinein ins Getümmel. Den Puls der Stadt erlebt man wohl am besten in Shibuya, einer der 23 Stadtbezirke Tokios im Osten der japanischen Präfektur Tokio. Der Stadtteil Shibuya umfasst den Bahnhof Shibuya und das Hauptgeschäftszentrum östlich davon. Er wird von vier Bahngesellschaften mit insgesamt neun Bahn- und U-Bahn-Linien angefahren und ist somit einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe zum überwiegenden Teil von Pendlern genutzt. Das Diagonalqueren ist eine besondere Form der Alles-Rot-Schaltung bzw. Grün- Schaltung.

Bei diesen Kreuzungen werden z.B. alle Fußgängerampeln gleichzeitig auf Grün geschaltet, so dass Fußgänger bei Grün nicht nur von einer Straßenseite auf die gegenüberliegende wechseln können, sondern die Kreuzung diagonal überqueren können. Bei normalen Ampeln müsste man dagegen für den gleichen Weg zwei Straßen überqueren und in der Regel noch an mindestens einer Fußgängerampel warten. Während der Grün-Phase für die Fußgänger sind alle Autoampeln auf Rot.

Dieses Schauspiel beobachtet man z.B. sehr gut von einem Café im ersten Stock aus, von der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofes mit Blick auf den Platz und der Bronzestatue des Hundes Hachikō. Diese dominiert den Platz auf der westlichen Bahnhofsseite vor dem gleichnamigen Hachikō Exit des Bahnhofes. (Über den treuen Hund mit seiner herzzerreißenden Story und Verfilmung, ist an anderer Stelle ausgiebig geschrieben worden und würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen.) Der Ort dient als wichtigster Orientierungspunkt für Verabredungen am Bahnhof Shibuya und ist einer der beliebtesten Treffpunkte der Teenager von Tokio.

Diagonalqueren Quelle: Ekkehard Boldt
Bronzestatue des Hundes Hachikō Quelle: Ekkehard Boldt
Treffpunkt vieler junger Leute Quelle: Ekkehard Boldt

Direkt nördlich an den Platz schließt sich eine große Alle-Gehen-Kreuzung mit ihren drei riesigen Werbebildschirmen an den umliegenden Gebäuden an, welche oft als Motiv für das geschäftige und modebewusste Tokio gelten. Da Shibuya vor allen Dingen als Einkaufsviertel bekannt ist, bildet die Straße Center-Gai mit ihren unzähligen Boutiquen, CD-Läden und Kaufhäusern – das prominenteste unter ihnen das Shibuya 109 – den Hauptanziehungspunkt am Bahnhof Shibuya…. Fortsetzung folgt

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