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Mechanisierte Installationskunst von Bernard Lagneau

Verantwortlicher Autor: Ekkehard Boldt Frankfurt Main, 14.10.2016, 23:34 Uhr
Presse-Ressort von: medien-Boldt Bericht 5777x gelesen
Ausstellung  30.09.-15.10. im NWZ Frankfurt am Main
Ausstellung 30.09.-15.10. im NWZ Frankfurt am Main  Bild: Ekkehard Boldt

Frankfurt Main [ENA] Im Oktober errichtete der international bekannte und ausgezeichnete Aktions-Künstler Bernard Lagneau eine seiner einzigartigen mechanisierten Großinstallationen im NWZ. Wie alle seine unzähligen, phantastischen Werke komplett aus Wellpappe! Diese monumentale mechanisierte Kartonkunst in Aktion....

...zu erleben, war und ist die Krönung für jedes Shopping-Erlebnis. Da alle Bauteile, bis auf den lautlosen Elektromotor im Kern aus Pappe handgefertigt sind, ergibt sich ein einmaliges, sonores Klangerlebnis ohne Rattern und Klicken. Museen, Galerien, Rathäuser, Schlösser und ganze Landschaften hat der Künstler bereits verzaubert – seine 100. Großmaschine stellte er hier im NWZ auf.

Der französische Kartonkünstler Bernard Lagneau fasziniert die Welt seit 1970 mit seinen beweglichen, teils gigantischen Rauminstallationen aus Wellpappe. Atemberaubende Metamorphosen aus Rädern, Kurbeln und Transmissionsriemen. Jede dieser vergänglichen Architekturen ist ein Unikat. Seine Arbeit erfüllt folgende Ziele (1969 zum Ausdruck gebracht und ab 1971 in den Arbeiten umgesetzt): -Diese Praktik in einem öffentlichen Rahmen umsetzen, nicht nur über Ausstellungsnetzwerke; -Keinen Unterschied machen zwischen den Orten, egal, ob sie als kulturell angesehen werden oder nicht; ...

-Die Besonderheit eines jeden Ortes bei der Ausarbeitung einer Kreation und für deren Originalität erkennen und nutzen; -Den vergänglichen Aspekt des Kunstwerkes erkennen und verwenden; -Diese Vergänglichkeit akzeptieren und sogar wünschen. Dauerhafte Elemente als die einzelnen Kunstwerke auswählen, die aber jedes Mal in unterschiedlichen Kombinationen zusammengefügt werden. Der Besucher sieht sie als Orte eines Spektakels. Sie faszinieren den Besucher zum Teil aufgrund des Vergnügens, sich Spielregeln aufzuerlegen; der Freude daran, einen schon vorhandenen Raum in Anspruch zu nehmen, zu modifizieren, zu beleben, ihm ein Thema zu geben, dafür zu sorgen, dass er besser wahrgenommen wird und ihn zu stören.

div. Objekte
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Biografie Bernard Lagneau wurde am 27.März 1937 in Courbevoi (Frankreich) geboren. Er lebte und arbeitete bis 1992 in Paris. Seit diesem Datum wohnt er im Süden Frankreichs. Seit 1970 „mechanisiert“ er mit Hilfe von Wellpappe als Grundmaterial verschiedene Orte in Frankreich und im Ausland und baut verschiedene vergängliche Architekturen. Seine Werke können in mehrere Gruppen unterteilt werden.

Die mechanischen Orte ( seit 1970 bis heute ) Bernard Lagneau gestaltet niemals zweimal denselben Ort. Er verwendet an den verschiedenen Orten dieselben Elemente, die mitreisen; aber er montiert sie je nach Architektur des Ortes auf unterschiedliche Art und Weise; er fügt neue Elemente, die er erfindet, hinzu; er sortiert die zerstörten Elemente aus. Zu Beginn entsteht die Bewegung durch einen Elektromotor. Von diesem Punkt aus wächst die Mechanisierung jeden Tag und erobert so Schritt für Schritt das Gebäude. Große mechanische Objektinstallationen ( mehrere Dutzende Meter lang und hoch ), bestehend aus Rädern und Riemen aus Wellpappe, die durch Elektromotoren angetrieben werden und in die Besucher sich hineinbegeben können.

Mechanische Erforschung der Landschaft ( 1978 ) Es handelt sich um gezeichnete Bewegungslinien in verschiedenen Landschaften. Diese Zeichnungen erfolgen sowohl in städtischer als auch in ländlicher Umgebung. Die vergänglichen Architekturen ( 1980 ) Im Innern: Sie bestehen vor allem aus Stützen, Pfeilern, Säulen und Gewölben aus Wellpappe. Sie werden im Innern von großen Gebäuden errichtet. Wie die mechanischen Orte können sie von Besuchern begangen werden. Einige werden durch Elektromotoren belebt, (Beispiele: die Ville oscillantes, die schwingenden Städte.)

Außen: Seit 1981 (Bourges, Haus der Kultur) werden größere Architekturen ( 20 Meter hoch und dutzende von Metern lang ) im städtischen und ländlichen Raum aufgebaut. Alle diese Konstruktionen haben eine begrenzte Lebensdauer (maximal einen Monat), ihre Zerstörung unter der Wirkung der Elemente wird genauestens kontrolliert. Fazit: Eine Kunstausstellung der besonderen Art, auf die es sich einzulassen gilt und bei der man sich Zeit lassen muß.

Bild: Ekkehard Boldt
Bild: Ekkehard Boldt
Bild: Ekkehard Boldt
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